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Reform des Aufstiegs-Bafögs: Ab 1. August 2020 mehr Förderung für berufliche Fort- und Weiterbildung

Der Ehrgeiz ist da, allein das Geld für die Fortbildung oder Weiterbildung fehlt? Dafür gibt es schon seit einiger Zeit das Aufstiegs-Bafög, früher Meisterbafög genannt. Damit sich noch mehr Menschen weiter qualifizieren können, wurden die Regelungen des Aufstiegs-Bafögs reformiert. Die neuen Regelungen treten zum 1. August 2020 in Kraft.

Kosten für Fortbildungen und Lebensunterhalt: Das ändert sich

Fortbildungsmaßnahmen können bis zu einer Höhe von maximal 15.000 Euro durch Aufstiegs-Bafög finanziert werden. Dabei ist es unerheblich, ob die Fortbildung in Voll- oder Teilzeit erfolgt oder wie hoch das jeweilige Einkommen des Teilnehmers ist. Ab dem 1. August 2020 erfolgt die Förderung jeweils zur Hälfte als Zuschuss und als Darlehen. Ihr Arbeitnehmer müsste also später maximal 7.500 Euro zurückzahlen.

Wenn Ihr Arbeitnehmer wegen einer Fortbildung seine Arbeitszeit reduziert oder seine Beschäftigung komplett unterbricht, kann er einen Zuschuss zum Lebensunterhalt beantragen. Hierbei werden allerdings die Höhe des Einkommens und etwaiges Vermögen berücksichtigt. Die finanzielle Unterstützung zum Lebensunterhalt ist ab dem 1. August 2020 ein Zuschuss – hier muss Ihr Arbeitnehmer also nichts zurückzahlen.

Weitere Anreize, das Aufstiegs-Bafög in Anspruch zu nehmen

Weitere Änderungen sollen Anreize setzen, damit sich möglichst viele Menschen beruflich fortbilden:

  • Interessenten können ab 1. August 2020 für bis zu drei Fortbildungen Aufstiegs-Bafög bekommen.
  • Bei einem Antrag auf Lebensunterhalt-Förderung ist die Höhe des zu berücksichtigenden Einkommens angehoben worden.
  • Es gibt höhere Zuschüsse für Kinder und Alleinerziehende.
  • Die Bedingungen für Stundung oder Erlass von Rückzahlungen wurden gelockert.

Aufstiegs-Bafög und Corona: Das sollten Sie beachten

Wenn eine bereits begonnene Fortbildung aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochen werden muss, erhalten die Teilnehmer weiterhin Bafög. Wenn Fortbildungen aber wegen Corona nicht beginnen oder ausfallen, setzt die Förderung nicht zum ursprünglich geplanten Zeitpunkt ein. Die Auszahlung beginnt dann erst mit dem Start der Fortbildung.

Quellen und weitere Informationen

Unter Aufstiegs-Bafög.de stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung alle wichtigen Informationen für Sie zur Verfügung. Darüber hinaus finden Sie hier Antragsformulare und einen Förderrechner.

Für konkrete Fragen zur Förderung stehen Ihnen die jeweils zuständigen Förderämter Ihres Bundeslandes zur Verfügung.

Auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung können Sie sich das Aufstiegsbildungsförderungsgesetz (AFBG) bestellen oder herunterladen.

Unser Service für Sie im Informationsportal

Was müssen Sie als Arbeitgeber den Sozialversicherungsträgern melden, wenn Ihr Arbeitnehmer seine Arbeitszeit reduziert oder seine Beschäftigung unterbricht? Mit den Frage-Antwort-Katalogen zum Thema „Dauer und Weiterbeschäftigung“ können Sie es individuell ermitteln.

Für die Neueinstellung von Auszubildenden steht Ihnen ebenfalls eine Frage-Antwort-Katalog und ein Steckbrief unter dem jeweiligen Link zur Verfügung. Lesen Sie Aktuelles in der Meldung Neues zum Thema betriebliche Ausbildung: Mindestvergütung und Ausbildungsprämie.

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