In diesem Entgeltbereich gilt eine besondere Beitragsberechnung und eine abweichende Beitragsverteilung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Siehe dazu unseren Steckbrief Übergangsbereich.

Wer gehört dazu?

Eigentlich ganz einfach, könnte man meinen: Jeder Arbeitnehmer, dessen monatliches Entgelt in diesem Entgeltbereich liegt. Stimmt aber so nicht, denn es müssen weitere Voraussetzungen erfüllt sein. Zunächst muss das monatliche Entgelt „regelmäßig“ innerhalb des Übergangsbereichs liegen. Wer also mal einen Monat unter 1.600 Euro verdient, beispielsweise weil er einige Tage unbezahlten Urlaub hatte, für den gilt diese besondere Beitragsberechnung nicht.

Genauso, wenn das Entgelt nur deshalb unter der Grenze liegt, weil die Beschäftigung im Laufe des Monats begonnen oder beendet wurde.

Für wen gilt der Übergangsbereich nicht?

Einige Personengruppen sind von der Anwendung des Übergangsbereichs gänzlich ausgeschlossen. Dazu gehören:

  • Auszubildende
  • Praktikanten in einem vorgeschriebenen Praktikum
  • Personen in einem dualen Studium
  • Umschüler
  • Teilnehmer am freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr
  • Personen am Bundesfreiwilligendienst
  • Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
  • Versicherungspflichtige in Einrichtungen der Jugendhilfe

Bei diesen Personenkreisen wird die besondere Beitragsberechnung auch nicht in einer daneben ausgeübten „normalen“ Beschäftigung angewandt. Ganz gleich, ob das Entgelt allein oder zusammen mit der Ausbildungsvergütung innerhalb des Übergangsbereichs liegt.

Liegt das Entgelt nur wegen des Bezuges von Kurzarbeitergelt innerhalb des Übergangsbereichs, ist die Anwendung ebenfalls ausgeschlossen.

Wichtig! Die besondere Beitragsberechnung gilt nicht für die gesetzliche Unfallversicherung. Hier ist immer das tatsächliche Entgelt maßgebend.

Was müssen Sie bei Meldungen im Übergangsbereich beachten?

Obwohl die Rentenversicherungsbeiträge (und die anderen Beiträge auch) von einem verringerten Entgelt berechnet werden, wird für die Rentenberechnung das volle, tatsächlich erzielte Entgelt herangezogen. Ihr Beschäftigter hat also keine Nachteile von der Entgeltabsenkung. Damit das richtig funktioniert, müssen Sie bei den Entgeltmeldungen (Jahresmeldung, Abmeldung, Unterbrechungsmeldung) für Ihre Mitarbeiter im Übergangsbereich zwei Dinge beachten:

  • Das Feld „Minijob“ müssen Sie entsprechend kennzeichnen. Dabei verwenden Sie folgende Schlüsselzahlen:
    • 0 = kein Arbeitsentgelt innerhalb des Übergangsbereichs
    • 1 = Arbeitsentgelt innerhalb des Übergangsbereichs
    • 2 = Arbeitsentgelt sowohl innerhalb als auch außerhalb des Übergangsbereichs
  • Neben dem beitragspflichtigen (also verminderten) Entgelt müssen Sie zusätzlich das tatsächlich erzielte Entgelt angeben – für die Rentenberechnung.

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Alles Wichtige zum Thema finden Sie im Steckbrief Übergangsbereich.