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Bescheinigungen A1 – Beständiges und Neues

Wenn Sie als Arbeitgeber einen Ihrer Arbeitnehmer aus beruflichem Anlass ins EU-Ausland entsenden, müssen Sie für diesen Arbeitnehmer und Zeitraum eine entsprechende Bescheinigung A1 beantragen.

Durch diese Bescheinigung erfolgt der Nachweis, dass Sie für Ihren Arbeitnehmer in Deutschland Sozialversicherungsbeiträge zahlen und nicht etwa die Regeln des Entsendelands anzuwenden sind. Hierdurch schaffen Sie nicht nur Klarheit. Sie beugen auch einer möglichen doppelten Beitragszahlung vor. Hintergründe und weitere Informationen hierzu finden Sie in unserem Steckbrief Entsendung.

Jüngste Entscheidungen

Die Verpflichtung zur Beantragung einer Bescheinigung A1 gilt auch bereits bei Ein-Tagesreisen ins EU-Ausland. Da die Anzahl der gestellten Anträge groß ist, wurde auf EU-Ebene diskutiert, ob man bei kurzen Dienstreisen auf die Bescheinigungen A1 verzichten kann. Dies ist jedoch verneint worden. Ihre Arbeitnehmer müssen also weiterhin eine Bescheinigung A1 mit sich führen, auch sie nur stundenweiser beruflicher im EU-Ausland weiterhin tätig sind. Anderenfalls drohen bei Kontrollen Sanktionen.

Kompromiss für Österreich und Frankreich

Die Bearbeitungszeit von der Beantragung bis zur Erstellung einer Bescheinigung A1 kann bei sehr kurzfristig angesetzten Auslandsreisen möglicherweise einen Engpass darstellen. Durch das vollelektronische Verfahren wurde diese Zeit zwar drastisch verkürzt. Aber unter Umständen können Sie Ihren Arbeitnehmern trotzdem aus Zeitgründen die Bescheinigungen nicht sofort mitgeben.

In Österreich und Frankreich finden intensiv Kontrollen bezüglich der Bescheinigung A1 statt. Sie akzeptieren daher als Kompromisslösung bei Kontrollen auch den Beleg eines Antrags zu einer Bescheinigung A1. Es ist daher in Deutschland vorgesehen, das elektronische Verfahren ab 01.Januar 2020 um eine sofortige Antragsbestätigung zu erweitern. Diese können Ihre Arbeitnehmer behelfsweise mitführen, bis die offizielle Bescheinigung A1 vorliegt.

Auslaufen des Übergangs zum 30.September 2019

Um Arbeitgeber, die bisher nicht auf das vollelektronische Antragsverfahren A1 umstellen konnten, weiter handlungsfähig zu stellen, wurde in Deutschland eine Übergangszeit bis zum 30.September 2019 eingerichtet. In dieser Zeit dürfen in begründeten Ausnahmefällen auch noch papierhafte Anträge gestellt werden. Ab dem 01.Juli 2019 können Sie Ihre Anträge ausschließlich über Ihre Entgeltabrechnungssoftware oder eine maschinelle Ausfüllhilfe stellen. Nähere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte unserem Steckbrief Entsendung.

Weitere Änderungen zum 01.Januar 2020

Neben der elektronischen Antragsquittung wird es zum 01.Januar 2020 weitere Änderungen und Anpassungen im Verfahren A1 geben. Wir halten Sie hierzu auf dem Laufenden.

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