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Betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention: Vieles ist steuerfrei

Die Prävention im Unternehmen und die betriebliche Gesundheitsförderung sind wichtige Ansätze, um Krankheiten frühzeitig zu verhindern. Das geht über den Arbeitsschutz hinaus, bei dem es vor allem um die Vermeidung von Unfällen und Berufskrankheiten geht. Und Sie als Arbeitgeber können dabei helfen – auch im eigenen Interesse. Denn weniger Krankheitstage bedeuten mehr Produktivität. Sowohl der Arbeitsplatz im Betrieb als auch der Arbeitsalltag Ihrer Arbeitnehmer sollen so gestaltet werden, das Gesundheit und Bewegung gefördert werden.

Direkte Hilfen von Kranken- und Unfallversicherung

Krankenkassen und die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung unterstützen Unternehmen dabei mit Beratung und finanziellen Hilfen. Wenn Sie Interesse haben, dann nehmen Sie am besten direkt Kontakt auf mit Ihrer Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse oder mit einer Krankenkasse, bei denen Arbeitnehmer von Ihnen versichert sind.

Finanzielle Unterstützung durch Steuerfreiheit

Auch das Finanzamt hilft bei der Umsetzung, denn viele Ausgaben sind steuerfrei und zählen nicht als Arbeitsentgelt. Das sind zunächst Leistungen, die überwiegend im betrieblichen Interesse sind. Dazu gehören z. B. die Arbeitsplatzausstattung, der betriebseigene Fitnessraum oder die Beratung durch Fachpersonal. Dazu kommen die individuellen Leistungen des Arbeitgebers, die bis zu 600 Euro im Jahr pro Arbeitnehmer steuerfrei sind. So steht es in § 3 Nummer 34 EStG.

Um besser zu verstehen, welche Leistungen das sind, hat das Bundesministerium für Finanzen (BMF) am 20. April 2021 eine „Umsetzungshilfe zur steuerlichen Anerkennung von Arbeitgeberleistungen nach § 3 Nummer 34 EStG“ herausgegeben. Darin geht es um Leistungen die den Anforderungen von § 20 SGB V und § 20b SGB entsprechen.

Betroffen ist:

  1. Individuelle verhaltensbezogene Prävention (zertifizierte Präventionskurse)
  2. Nicht zertifizierte Präventionskurse des Arbeitgebers
  3. Leistungen betrieblicher Gesundheitsförderung im Handlungsfeld „gesundheitsförderlicher Arbeits- und Lebensstil“

Hilfreich ist vor allem eine Aufzählung von Beispielen dieser Leistungen. So gehören zur Nummer 3 Methoden der Stressbewältigung und Ressourcenförderung, angeleitete Gesundheitssportangebote, Beratungen zur Reduzierung von Übergewicht oder Kurse zu Tabakentwöhnung und anderen Suchtformen. Es gibt aber auch Beispiele zu den Leistungen, die nicht darunter fallen. Das sind beispielsweise Mitgliedsbeiträge in Sportvereinen oder Massagen.

Unser Service für Sie im Informationsportal

In unseren Meldungen sind Prävention und betriebliche Gesundheitsförderung immer wieder Thema. Lesen Sie z. B. folgende News: