Die Mitarbeiter möglichst gesund und mit wenig Krankheitstagen durch den Winter bringen: Das sollte Ihr Ziel als Arbeitgeber sein. Schon im eigenen Interesse, denn jeder Krankheitstag kostet Sie schließlich Geld. Auch wenn viele frühere Corona Regeln und -einschränkungen weggefallen sind – so ganz ohne Prävention geht es auch in diesem Winter nicht. 

Die telefonische Krankschreibung 

Ein – wichtiges – Modul ist die telefonische Krankschreibung. Die ist wieder möglich, zunächst befristet bis Ende März 2023. Damit soll erreicht werden, dass Patienten mit Erkältungssymptomen möglichst nicht in die Arztpraxis kommen und dort das Personal sowie andere Patienten anstecken. 

Die Möglichkeit der Krankschreibung aufgrund eines Telefonats mit dem Arzt ist nur in bestimmten Fällen zulässig. Nicht jede Krankheit kann so vom Arzt dokumentiert werden. Beschränkt ist die telefonische Krankschreibung nämlich auf leichte Atemwegserkrankungen. Der Arzt muss sich durch eine eingehende telefonische Befragung persönlich vom Zustand des Patienten überzeugen. Und die Krankschreibung ist auf längstens sieben Tage begrenzt. Eine Verlängerung im Wege der telefonischen Krankschreibung ist einmalig um weitere sieben Tage möglich. 

Quarantäne, ja oder nein? 

Beim Thema Quarantäne sind die Regelungen leider sehr unterschiedlich. Je nach Bundesland müssen sich Corona positive Personen für fünf Tage isolieren – oder eben nicht. Das ist auch abhängig von der Frage, ob sie Symptome zeigen oder nicht. Da müssen Sie die jeweiligen Landesregelungen unbedingt beachten. Gerade in „grenznahen“ Bereichen von Bundesländern mit unterschiedlichen Regelungen kann es kompliziert werden. 

Beispiel: Wohnung in Hamburg (Isolationspflicht), Arbeitsplatz in Schleswig-Holstein (keine Isolationspflicht). Der Beschäftigte müsste eigentlich zur Arbeit kommen (wenn er keine Symptome hat), darf aber wegen der Regelung in Hamburg seine Wohnung nicht verlassen. 

Unabhängig von der jeweiligen gesetzlichen Regelung müssen Sie als Arbeitgeber darauf achten, dass ein infizierter Mitarbeiter nicht die anderen Beschäftigten gefährdet. Ist eine sichere Trennung am Arbeitsplatz (durch Abstand, getrennte Büros, Masken usw.) nicht möglich, muss der Beschäftigte zu Hause bleiben. 

Arbeitsschutz und Prävention

Denn es gehört zum Arbeitsschutz, dass Sie im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung entscheiden müssen, wie Sie das Infektionsrisiko für Ihre Beschäftigten minimieren können. Dazu gehören eben die klassischen Schutzmaßnahmen wie Abstand und Maskenpflicht. Für die Beschäftigten in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gelten ggf. noch andere, schärfere Bestimmungen. 

Wo immer es geht, ist das Home Office eine gute Alternative. Das hat sich in den Corona-Wellen durchaus bewährt. Die technischen und organisatorischen Voraussetzungen dafür sind ja in der Regel inzwischen gegeben. 

Unser Service für Sie im Informationsportal 

Die wichtigsten Informationen zum Arbeitsschutz, zu Fragen der Prävention, Quarantäne und Home-Office haben wir auf unserer Seite Corona: Infos für Arbeitgeber zusammengestellt. Falls Ihr Arbeitnehmer noch erkrankt, lesen Sie das Wichtigste in unseren Steckbriefen Krankheit und Quarantäne.