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Arbeitsschutz wegen Corona auch im Privathaushalt wichtig

Wenn Sie in Ihrem Privathaushalt Arbeitnehmer beschäftigen, machen Sie sich sicher auch Sorgen darüber, wie Sie einen ausreichenden Arbeitsschutz in den Corona-Zeiten gewährleisten können. Dies gilt umso mehr, wenn Sie gerade in diesen Zeiten darauf angewiesen sind, Hilfe bei Hausarbeiten, der Pflege von Angehörigen oder der Betreuung von Kindern zu erhalten. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Minijob oder eine andere Art der Beschäftigung handelt.

Welche Vorschriften gelten für Sie als privater Arbeitgeber?

Die allgemeinen Arbeitsschutzvorschriften gelten nur teilweise in Privathaushalten. Gemäß § 1 Abs. 2 Satz 1 ArbSchG gilt das Arbeitsschutzgesetz nicht für Hausangestellte in privaten Haushalten. Dies entspricht Art. 3 a) der europäischen Arbeitsschutz-Rahmenrichtlinie.

Da Ihre Arbeitnehmer bei einer Unfallkasse unfallversichert sind, gilt in der Corona-Pandemie aber auch in Privathaushalten der allgemeine Arbeitsschutzstandard COVID 19. Den haben das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die gesetzliche Unfallversicherung definiert. Hierüber lesen Sie mehr in unserer News zum Thema Arbeitsschutzstandard COVID-19.

Darauf sollten Sie in Sachen Infektionsschutz besonders achten

  • Besonders wichtig ist die Einhaltung des Mindestabstands von 1,50 Meter von Mensch zu Mensch.
  • Das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen ist empfehlenswert und sollte selbstverständlich sein, wenn Ihr Arbeitnehmer z. B. bei Pflege und Betreuung direkt mit einem Haushaltsmitglied in Kontakt kommen muss.
  • Lüften Sie die Räume während der Arbeit.
  • Ihr Arbeitnehmer sollte auch nicht bei Ihnen arbeiten, wenn er ungeklärte Atemwegssymptome oder Fieber hat.

Weitere Tipps der Minijob-Zentrale

Die Minijob-Zentrale empfiehlt, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer Verhaltensregeln abstimmen. So könnte z. B. eine Haushaltshilfe beim Putzen nach Möglichkeit allein im Raum sein. Bei speziellen Fragen wenden Sie sich am besten an Ihre Unfallkasse.

Die Minijob-Zentrale erläutert auf ihrer Internet-Seite „Was Minijobber und deren Arbeitgeber jetzt wissen müssen“ auch Besonderheiten für den Privathaushalt. Das schließt Fragen zur Entgeltzahlung bei Mehr- oder Minderarbeit ein. Ein Beispiel: Sie können Ihrer Haushaltshilfe während der Corona-Pandemie auch einige Monate deutlich mehr als 450 Euro zahlen, ohne dass der Minijob aufgegeben werden muss.

Unser Service für Sie im Informationsportal

Eine Orientierung zu allgemeinen Fragen einer Beschäftigung im Privathaushalt finden Sie hier:

Für die Beschäftigung von Haushaltshilfen als Minijobber gilt das vereinfachte Haushaltsscheck-Verfahren. Hierzu haben Sie folgende Hilfen:

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