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Crowdworking

Der Begriff Arbeit 4.0 umreißt die aktuellen Veränderungen der ganzen Arbeitswelt. Insbesondere unter dem Teilbegriff New Work wird dabei die Abnabelung von eher festen Arbeitsstrukturen hin zu flexiblen Arbeitsmodellen diskutiert – verbunden mit der Zielsetzung Arbeit von fixen Räumen und Zeiten zu lösen.

Als positive Effekte werden dabei erhöhte Freiheitsgrade auf Arbeitnehmerseite sowie eine höhere Produktivität bei reduzierten Fixkosten auf Arbeitgeberseite beschrieben.

Gehen wir noch darüber hinaus und lösen uns von Arbeitsverträgen, also einer Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung, landen wir bspw. bei einem heute bereits vorhandenen Modell: dem Crowdworking.

Was ist Crowdworking?

Beim Crowdworking vergeben Unternehmen Arbeitsaufträge über Vermittlungsplattformen an betriebsfremde Personen, die diesen Auftrag – meist am heimischen Computer – bearbeiten. Hierbei kann es bspw. um Recherchen, redaktionelle Arbeit, Programmierung und vieles andere mehr gehen.

Der Vorteil liegt für den Auftraggeber in einer Verteilung bzw. Skalierbarkeit von Arbeitslasten, die im eigenen Unternehmen in der Regel nicht möglich wären, denn die Ressourcen sind erst einmal nicht limitiert. Für die Crowdworker bietet dieses Modell die maximale Freiheit – theoretisch werden nur Aufträgen angenommen, die den eigenen Vorstellungen entsprechen.

Wirkung in der Praxis

Neben den offensichtlichen Vorteilen des Crowdworking entstehen aber auch Nachteile und Risiken, die gerade Unternehmen und Auftraggeber vor Augen haben sollten. Zu nennen sind bspw. vertragliche Regelungen, die Aspekte wie Datenschutz und Haftungsfragen hinreichend abdecken müssen.

Aber auch der sozialversicherungsrechtliche Status lässt sich für Crowdworker nicht übergreifend definieren und bedarf daher der Beachtung der Auftraggeber.

Vermeiden von Scheinselbstständigkeit

Grundsätzlich werden Crowdworker als Selbstständige betrachtet, was den Auftraggeber von Pflichten (Arbeitsschutz, Arbeitszeitgesetz) im Vergleich zu Arbeitnehmern entbindet. Allerdings muss in jeder Konstellation geprüft werden, wie die Verträge zwischen Auftraggeber, Vermittlungsplattform und Crowdworker wirklich aussehen.

Unabhängig davon muss der Auftraggeber in eigenem Interesse darauf achten, dass der Crowdworker nicht weisungsgebunden für ihn arbeitet oder in dessen Arbeitsorganisation eingebunden ist. Hier gilt es ins Detail zu gehen, damit bei einer späteren Prüfung die Tätigkeit des Crowdworkers nicht als abhängige Beschäftigung eingestuft wird.

Bei unklaren Fallgestaltungen bietet es sich daher an, vorab ein Statusfestellungsverfahren durchzuführen, um hier Rechtssicherheit zu erhalten.

Mehr Informationen können Sie hierzu im Informationsportal im Steckbrief Selbstständige und Versicherungsstatus.

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