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Frischluft rein, Aerosole raus: Richtig lüften am Arbeitsplatz

Wie andere Viren auch überträgt sich das Corona-Virus durch die Luft: Feinste Tröpfchen, Aerosole genannt, verteilen sich schnell im ganzen Raum. Ihre Mitarbeiter können sich so leicht anstecken, wenn auch nur ein Arbeitnehmer das Virus in sich trägt.

Deshalb ist es auch wichtig, regelmäßig zu lüften, um die Konzentration von Krankheitskeimen in der Büroluft zu verringern. Aber wie lüftet man richtig?

So geht richtiges Lüften

  • Am effektivsten ist das Stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern.
  • Optimal ist es, wenn Sie dabei auch Türen öffnen, um ein sogenanntes Querlüften zu erreichen. Dabei wird die Luft im Raum am schnellsten ausgetauscht.
  • Das Stoß- oder Querlüften sollte im Herbst fünf Minuten, im Winter drei Minuten dauern. Die Häufigkeit hängt von der Größe des Raumes und der Anzahl der Personen ab, die sich darin aufhalten.
  • Besprechungsräume sollten drei Mal pro Stunde gelüftet werden.

Ein ständiges Lüften mit gekipptem Fenster ist weniger geeignet, die Raumluft wirklich komplett zu tauschen. Darüber hinaus erhöht es die Heizkosten, weil es dauerhaft die Raumtemperatur senkt. Es kann aber bei Bedarf das Stoßlüften ergänzen, um die Viren-Konzentration im Raum niedriger zu halten.

Wie lange soll ich lüften? Die DGUV-App hat die Antwort

Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hat eine App entwickelt, mit der Sie errechnen können, wann und wie oft Sie lüften sollten. Die Datenbasis der App stammt von einer Studie, in der die CO2-Konzentration in Klassenräumen erfasst wurde. Die Messergebnisse aus der zweiten Sekundarstufe lassen sich rechnerisch auf Büroräume übertragen.

In der App tragen Sie ein, wie viele Personen sich im Büro aufhalten, außerdem die Fläche und die Raumhöhe des Büros. Die App errechnet auf dieser Grundlage die Zeit, nach der Sie lüften sollten. Wenn Sie möchten, können Sie in der App einen Timer aktivieren, der Sie rechtzeitig ans Öffnen der Fenster erinnert.

Alle weiteren Infos zur App können Sie hier nachlesen. Sie können die App in den üblichen Stellen wie den Apple App-Store oder Google Play kostenlos herunterladen.

Können Luftfiltergeräte das Lüften ersetzen?

Hier kommt es auf die Art des Gerätes an. Ein tragbares Umluftgerät kann– wenn es mit einem HEPA-Filter ausgestattet ist – Krankheitsviren aus der Luft filtern. Es sorgt aber weder für frische Sauerstoff noch filtert es CO2 aus der verbrauchten Luft. Bei raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) wird dagegen Frischluft gefiltert und in die Büroräume geschleust. Der erreichte Virenschutz und die Qualität der aufbereiteten Luft hängt auch hier maßgeblich von der regelmäßigen Wartung ab, insbesondere dem Auswechseln der Filter.

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