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Corona Soforthilfe für Selbstständige: Neustarthilfe jetzt beantragen

Gerade Soloselbstständige hatten und haben bislang unter wirtschaftlichen Einbußen wegen der Corona-Pandemie zu leiden. Gleichzeitig hatten sie Schwierigkeiten, die Voraussetzungen der bisherigen Programme zu erfüllen und Corona-Soforthilfe zu bekommen.

Neustarthilfe für Soloselbstständige im ersten Halbjahr 2021

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium der Finanzen haben daher ein Hilfsprogramm zur Unterstützung von Soloselbstständigen aufgelegt. Die Corona Soforthilfe namens Neustarthilfe hat einen Förderzeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021.

Ab sofort können Selbstständige diese Hilfe beantragen.

Diese Voraussetzungen müssen Sie erfüllen

  • Ihre Tätigkeit ist wegen der Corona-Pandemie stark eingeschränkt.
  • Betriebliche Fixkosten sind nicht oder fast nicht vorhanden. Eine Fixkostenerstattung durch die Überbrückungshilfe III ist daher nicht möglich.
  • Nur natürliche Personen können die Neustarthilfe beantragen. Eine Ausweitung auf juristische Personen ist perspektivisch geplant.
  • Sie sind bereits vor dem 1. Mai 2020 selbstständig gewesen.
  • Mindestens 51 Prozent Ihres Einkommens beziehen Sie aus der selbstständigen Tätigkeit.
  • Sie sind bei einem deutschen Finanzamt für steuerliche Zwecke registriert.

Als Berechnungsgrundlage dient dabei ein Referenzumsatz von sechs Monaten aus dem Jahr 2019 (das Sechsfache eines durchschnittlichen Monatsumsatzes im Jahr 2019). Die Hälfte des Umsatzes – also 50 Prozent – in diesem Zeitraum wird als Neustarthilfe gewährt. Soloselbstständige können maximal 7.500 Euro als Förderung erhalten.

Neustarthilfe beantragen

Die Neustarthilfe kann nur einmalig beantragt werden. Eingereichte Anträge können Sie nicht nachträglich verändern. Und eine Kombination mit der Überbrückungshilfe III ist nicht möglich (siehe oben unter Voraussetzungen). Um den Antrag auszufüllen, brauchen Sie ein ELSTER-Zertifikat.

Alle Informationen zur Neustarthilfe finden Sie auf der Website Überbrückungshilfe-Unternehmen.de.

Den Antrag auf Neustarthilfe stellen Sie hier.

Auszahlung als Vorschuss

Die Neustarthilfe ist als Vorschuss zu verstehen. Das bedeutet, dass die Empfänger nachträglich ihre tatsächlich erzielten Umsätze im ersten Halbjahr 2021 vorlegen müssen. Wenn sie dabei 60 Prozent weniger Umsatz als im Referenzzeitraum erzielt haben, können sie die Neustarthilfe vollständig behalten. Liegt der Umsatz über 60 Prozent, müssen sie die Neustarthilfe anteilig zurückzahlen. Die Frist für Rückzahlungen endet am 30. Juni 2022.

Die Neustarthilfe wird zusätzlich zu Leistungen im Rahmen der Grundsicherung ausgezahlt.

Unser Service für Sie im Informationsportal

Natürlich sind Corona und die Folgen für Arbeitgeber und Selbstständige Thema vieler unserer Meldungen. Hier eine Auswahl:

Und auf unsere Seite „Corona-Infos für Arbeitgeber“ haben wir alle Informationen zusammengefasst, die das Informationsportal hierzu für Sie bereithält.

Im Zusammenhang mit der Selbstständigkeit sind auch immer wieder Fragen der Sozialversicherungspflicht der selbstständigen Tätigkeit von Bedeutung. Im Frage-Antwort-Katalog Beauftragung eines Selbstständigen können Sie die wichtigsten Fragen klären. Weitere Informationen bieten die Steckbriefe Selbstständige und Versicherungsstatus und Statusfeststellungsverfahren.