Höchstpersönliche Verrichtungen auf Dienstreisen sind nicht unfallversichert

Auf Dienstreisen ist Ihr Arbeitnehmer durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Dies umfasst aber nicht alle Tätigkeiten, die er während einer Dienstreise ausübt. Typischerweise unversichert sind höchstpersönliche Verrichtungen. Dazu gehören z. B. die Nahrungsaufnahme oder das Duschen, wie jetzt das Thüringer Landessozialgericht in einer Urteilsbegründung festgestellt hat.

Anlass war, dass ein Arbeitnehmer während einer Dienstreise im Hotel übernachtete. Beim Herausgehen aus der Dusche rutschte er aus und zog sich eine Fraktur des Knies zu. Die Berufsgenossenschaft lehnte eine Übernahme des Falls als Arbeits- oder Wegeunfall ab, das Sozialgericht wies eine Klage dagegen ab.

Das Thüringer Landessozialgericht wies die Berufung ebenfalls ab. Nach Ansicht des Gerichts stand die konkrete Tätigkeit des Arbeitnehmers nicht im sachlichen Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit des Betroffenen als Projektleiter. Das Duschen gehörte zu den höchstpersönlichen Verrichtungen des Arbeitnehmers und war daher nicht unfallversichert. Die zugehörige Pressemitteilung des Thüringer Landessozialgerichts und das Urteil vom 20.12.2018 mit Aktenzeichen L 1 U 491/18 können Sie unter den jeweiligen Links nachlesen.

Wenn Ihrem Arbeitnehmer ein Unfall passiert, können Sie hier im Portal prüfen, was Sie als Arbeitgeber zu beachten haben. Folgen Sie dem Frage-Antwort-Katalog zu den Veränderungen beim Arbeitnehmer unter dem Stichwort „Unfall und Berufskrankheit“. Die wichtigsten Informationen zum Thema finden Sie kompakt im Steckbrief Unfall.

Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie die Website und ihre Angebote nutzen und weiter navigieren, akzeptieren Sie diese Cookies. Dies können Sie in Ihren Browsereinstellungen ändern.

» Akzeptieren » Datenschutz