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Erhöhung des Mindestlohns: bis 2022 auf 10,45 Euro

Das Bundeskabinett hat am 28.10.2020 neben vielen Corona-Regelungen auch eine Lohnanpassung beschlossen: Der Mindestlohn wird in vier Stufen angehoben, bis er ab dem 1. Juli 2022 bei 10,45 Euro liegen wird.

Schrittweise Anhebung: mehr Mindestlohn bis Juli 2022

Damit wird der Vorschlag der Mindestlohnkommission umgesetzt. Er sieht folgende schrittweise Anhebung von derzeit 9,35 Euro brutto vor:

  • Zum 1. Januar 2021: 9,50 Euro
  • Zum 1. Juli 2021: 9,60 Euro
  • Zum 1. Januar 2022: 9,82 Euro
  • Zum 1. Juli 2022: 10,45 Euro

Bei der Entwicklung der Vorschläge sind nicht nur die Tarifentwicklungen der letzten Zeit und die aktuelle Beschäftigungslage berücksichtigt worden. Natürlich haben die Mitglieder der Mindestlohnkommission auch die wirtschaftliche Situation der Arbeitgeber berücksichtigt, die wegen der Corona-Pandemie häufig Umsatzeinbußen verkraften müssen. Die behutsame Anhebung des Mindestlohns bis auf 10,45 Euro in knapp zwei Jahren soll helfen, die Mehrausgaben zu kompensieren.

Minijobber: Mehr Geld, weniger Stunden

Wenn Sie als Arbeitgeber Minijobber beschäftigen, sollten Sie beachten, dass sich die Anzahl der Arbeitsstunden mit jeder Anhebung des Mindestlohns verringert. Oder anders gesagt: Bis Ihr Minijobber 450 Euro verdient hat, vergeht weniger Arbeitszeit, je höher der Mindestlohn ist. Während Ihr Minijobber aktuell bei einem Mindestlohn von 9,35 Euro ca. 48 Stunden im Monat arbeiten muss, werden es bei 10,45 Euro pro Stunde nur noch 43 Stunden monatlich sein. Ein gelegentliches Überschreiten der 450-Euro-Grenze ist begrenzt möglich: In einem Kalenderjahr darf dies bis zu drei Mal geschehen, wegen der Corona-Pandemie durfte es von März bis Oktober 2020 sogar fünf Mal passieren.

Unser Service für Sie im Informationsportal

Mit unserem Frage-Antwort-Katalog 450-Euro-Minijob und dem Frage-Antwort-Katalog zum kurzfristigen Minijobber können Sie schnell und eindeutig überprüfen, ob Sie Ihren Arbeitnehmer als Minijobber anmelden können.

Sollte die Arbeitszeit dauerhaft dazu führen, dass die Verdienstgrenze von 450 Euro überschritten wird, prüfen Sie mit unserem Frage-Antwort-Katalog Erhöhung der Arbeitszeiten, was Sie tun müssen.

Lesen Sie außerdem in unserer Seite Corona: Infos für Arbeitgeber, welche Pandemie-bedingten Änderungen Sie beachten sollten.

 

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