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Saisonarbeit 2021: Testpflicht und Einreise auch aus Hochrisikogebieten

Wie auch in der Saison 2020 überschattet Corona und seine Folge auch die Saison 2021. Das bedeutet, dass die Saisonarbeit mit besonderer Vorsicht organisiert werden muss. Doch anders als im letzten Jahr konnten sich Gesetzgeber, Sozialversicherung und Arbeitgeber frühzeitig darauf einstellen und die Regeln festlegen.

Einreisebestimmungen und Testpflicht

Grundsätzlich gelten auch für Saisonarbeitskräfte die gleichen Einreisebestimmungen wie für anderen Menschen auch. Zunächst muss die digitale Einreiseanmeldung erfolgen. Diese finden Sie unter dem Link in vielen Sprachen.

Es besteht Testpflicht für Einreisen aus allen Arten von Risikogebieten. Besonderheit bei Erntehelfern ist, dass überhaupt eine Einreise auch aus Hochrisikogebieten möglich ist. Hierzu gibt es ein Konzeptpapier des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Derzeit sind die meisten Herkunftsländer betroffen, wie Sie der Liste des Robert-Koch-Instituts entnehmen können.

Zur Testpflicht ist folgendes zu beachten: Ihr Arbeitnehmer muss spätestens 48 Stunden nach der Einreise einen negativen Corona-Test nachweisen. Erlaubt sind ein PCR-Test oder ein Antigen-Schnelltest, aber kein Corona-Selbsttest. Der Test darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise durchgeführt worden sein. Die Kosten müssen Sie als Arbeitgeber oder die Saisonarbeitskraft selbst übernehmen.

Arbeit auch schon in Quarantäne möglich

Danach ist wichtig, in welchem Bundesland die Arbeit stattfindet. Jedes Bundesland hat eigene Richtlinien zur Quarantäne bei der Einreise. Die Zeit kann mit einem negativen Testergebnis auf fünf Tagen verkürzt werden. Ausgeschlossen ist das bei Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet. Nächstgelegenes aktuelles Beispiel: das französische Département Moselle.

Dennoch ist anders als sonst das Verlassen der Unterbringung zu Ausübung der Arbeitstätigkeit erlaubt. Sie brauchen also nicht zu warten, bis die Quarantäne zu Ende ist. Dabei sind aber die Hygieneregeln besonders streng zu beachten.

Arbeitsschutz muss hohen Stellenwert haben

Wichtig ist und bleibt, dass der Arbeitsschutz eingehalten wird. Das gilt insbesondere wegen der infektiöseren Mutanten des Corona-Virus. Maßgeblich sind

  1. die von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlichte Arbeitsschutzregelung,
  2. die ergänzenden Bestimmungen der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG), die Sie u. a. auf einer Internetseite zur Saisonarbeit finden.

Neue mehrsprachige App für Arbeitgeber und Saisonarbeitskräfte

Die SVLFG bemüht sich, Ihnen und Ihren Saisonarbeitern möglichst praktisch die wichtigen Informationen im Umgang mit der Pandemie bereit zu stellen. Jüngstes Beispiel ist die Web-App in Deutsch, Englisch, Polnisch, Rumänisch, Bulgarisch und Ungarisch. Eine Einführung einschließlich Erklärfilm finden Sie hier.

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