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Schutz vor Corona auf der Baustelle

Auf einer Baustelle kommen viele Menschen, viele Gewerke, viele Nationalitäten zusammen. Egal, ob Bauherr, Architekt, Dachdecker oder Maurer: Sie alle arbeiten eng zusammen, meist unter Zeitdruck und mit höherem Risiko eines Unfalls oder einer Erkrankung als in anderen Branchen. Deshalb gelten immer schon Vorschriften wie z. B. die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung oder zur Beauftragung von Sicherheitsbeauftragten.

Hygiene auf der Baustelle in Corona-Zeiten

In Corona-Zeiten gelten darüber hinaus besondere Anforderungen an die Hygiene. Dabei müssen Sie allgemeine Regeln für alle Arbeitgeber und die speziellen Hinweise für die Bauwirtschaft beachten:

  • Für die allgemeinen Regeln hat das Bundesarbeitsministerium den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard herausgegeben, der für Arbeitgeber definiert, wie sie ihr Arbeitnehmer vor Infektion mit dem Corona-Virus schützen müssen. Unsere News erläutert Ihnen die Details.
  • Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) hat darauf aufbauend eine spezielle Handlungshilfe für das Baugewerbe erstellt; diese kann als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Aber wie genau soll der wegen Corona erweiterte Arbeitsschutz auf einer Baustelle umgesetzt werden? Hier ein Überblick zu empfohlenen Maßnahmen und Hinweisen zur Umsetzung.

Allgemeine Vorgaben gelten auch auf der Baustelle

  • Abstand halten: Mindestens 1,50 Meter sollten es sein, besser zwei Meter.
  • Hände gründlich reinigen, am besten mit Wasser und Seife. Falls das nicht möglich ist, verwenden Sie Desinfektionsmittel.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge und nicht ins Gesicht fassen.

Den Arbeitstag so organisieren, dass ausreichend Abstand möglich ist

  • Fahrten von und zur Arbeit sollten möglichst nicht in Bussen oder Kleintransportern geschehen, in denen Ihre Arbeitnehmer keinen ausreichenden wahren können. Alternativ sollten Sie wenigstens die Anzahl der Mitfahrer reduzieren. So sorgen Sie auch dafür, dass weniger Menschen aufeinander treffen.
  • Teambesprechungen finden möglichst draußen mit genügend Abstand statt. Besprechungen mit Kunden führen Sie am besten fernmündlich durch.
  • Ihre Arbeitnehmer verbringen die Pausen am besten draußen und zeitversetzt, so dass nicht alle Beschäftigten zur gleichen Zeit Mittag machen.
  • Müssen mehrere Arbeitnehmer in einem Raum arbeiten, strukturieren Sie die Arbeitsschritte so, dass sich immer nur eine Person im Raum aufhält.
  • Jeder Arbeitnehmer benutzt nur sein eigenes Werkzeug.
  • Lässt sich die Abstandsregel für die Erledigung einer Arbeit nicht einhalten, müssen alle Beteiligten einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Masken stellen Sie in ausreichender Menge zur Verfügung.
  • Arbeitnehmer mit Symptomen schicken Sie sofort nach Hause bzw. zum Arzt.

Informieren und Kommunizieren

  • Informieren Sie alle, die auf der Baustelle tätig sind, über die Hygienemaßnahmen. Das schließt Lieferanten und Kunden ein.
  • Klären Sie – zum Beispiel mittels Plakaten – auf, wie wichtig Händewaschen ist und wie Hände richtig gewaschen werden.
  • Weisen Sie bei Bedarf immer wieder darauf hin, wie wichtig das Abstandhalten ist.
  • Machen Sie Ihren Arbeitnehmern klar, dass sie diese Maßnahmen unbedingt einhalten und umsetzen müssen. Wenn sie diese nicht einhalten, können Sie als weisungsbefugter Arbeitgeber abmahnen, freistellen oder sogar kündigen.

Links, Plakate und Downloads

Die BG Bau stellt Ihnen hierzu Poster zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Die Sozialversicherung Land- und Fortwirtschaft und Gartenbau (SVLFG) bietet Ihnen ebenfalls einen umfangreichen Service:

Gut zu wissen: Finanzielle Unterstützung für die Bauwirtschaft

Die erweiterten Arbeitsschutzmaßnahmen sind nur eine der Konsequenzen aus der Corona-Pandemie. Vielen in der Baubranche sind Aufträge weggebrochen oder Mitarbeiter konnten von einem Tag auf den anderen nicht mehr zur Arbeit erscheinen: Für viele Arbeitgeber im Baugewerbe stellt diese Zeit eine enorme finanzielle Belastung dar. Gut zu wissen: Neben den allgemeinen Maßnahmen wie Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit oder die ausgesetzte Betriebsprüfungen der Rentenversicherung gibt es auch bei den spezialisierten Trägern der sozialen Sicherung spezielle Maßnahmen zur finanziellen Entlastung:

Unser Service im Informationsportal

Arbeitgeber im Baugewerbe müssen auch in normalen Zeiten einige Besonderheiten bei Meldungen beachten. Näheres erfahren Sie in unseren Steckbriefen:

  • Sofortmeldung: So melden Sie jeden Arbeitnehmer korrekt an – am besten, bevor er auch nur einen Handschlag gemacht hat.
  • Sozialkassen im Baugewerbe: Erfahren Sie mehr über das zusätzliche Meldeverfahren für die Baubranche.

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