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Übergangsbereich ersetzt Gleitzone ab 01.07.2019

Der Bundesrat hat in seiner 972. Sitzung am 23. 11.2018 zu dem Gesetz über Leistungsverbesserungen und Stabilisierung in der gesetzlichen Rentenversicherung den Vermittlungsausschuss nicht aufgerufen. Mit diesem Gesetz wird ab 01.07.2019 die derzeitige Gleitzone durch einen größeren Übergangsbereich ersetzt.

Die bisherige Gleitzone gilt für Beschäftigungen mit einem Arbeitsentgelt zwischen 450,01 Euro und 850,00 Euro, den sogenannten „Midijobs“. Durch die Gleitzone soll die sogenannte Niedriglohnschwelle beseitigt werden. Wenn ein Arbeitnehmer statt bis zu 450,00 Euro monatlich nur wenig mehr verdient, müsste er ohne die Gleitzonenregelung abrupt höhere Sozialversicherungsbeiträge zahlen, wodurch es für ihn unattraktiv werden könnte, mehr als in einem Minijob zu verdienen. Durch die Gleitzonenregelung steigt die Beitragsbelastung des Arbeitnehmers mit der Höhe des Entgelts an, bis sie bei der Grenze von 850,00 Euro die allgemeine Beitragsbelastung erreicht.

Die obere Grenze wird ab 01.07.2019 durch den Übergangsbereich auf 1.300,00 Euro erhöht. Geringverdienerinnen und Geringverdiener sollen bei den Sozialabgaben entlastet werden. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die reduzierten Rentenversicherungsbeiträge nicht mehr zu geringeren Rentenleistungen führen. Davon profitieren ab Inkrafttreten des Gesetzes sowohl die bisher in der Gleitzone bis 850,00 Euro beschäftigten Arbeitnehmer als auch diejenigen im neuen Übergangsbereich bis 1 300 Euro.

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